Die Stadtflüchter begeistern und inspirieren mich

Auf der Suche nach anderen “Verrückten” bin ich bereits vor einigen Wochen auf das Weblog der “Stadtflüchter” gestoßen. Margareta Hinterkeuser und Thomas Cala haben vor drei Jahren ihren Traum vom Landleben wahr gemacht.

Neue Welten, unbekannte Zivilisationen… Vom Abenteuer, aus Hamburg in ein 30-Seelen-Dorf in Mecklenburg-Vorpommern zu ziehen, einen Resthof zu erwerben, zu sanieren und sich zu Hause zu fühlen.

So beschreiben die Stadtflüchter, worum es auf ihrer Seite geht. Ich habe mir an einem Abend alle 250 Beiträge von 2006 bis Ende 2008 durchgelesen und war absolut begeistert. Wie die beiden nicht nur mit Liebe zum Detail restauriert und renoviert, sondern auch über ihre Baufortschritte (und -rückschritte) berichtet haben, ist einfach inspirierend.

Total spannend fand ich vor allem, wie die beiden mit ihrem Projekt begonnen haben und wie ausführlich sie die Suche nach einem passenden Objekt darstellen. Auch Gedanken wie diese sind meiner Frau und mir nicht fremd:

Sich mit einem Resthof-Kauf in der Wallachei zu outen, hat zur Folge, dass man angeschaut wird als hätte man eine faszinierende Krankheit. Sorgevolle Blicke, skeptische Fragen und leises Kopfschütteln – man muß aufpassen, dass man nicht beginnt, sich ständig zu rechtfertigen. Nicht umsonst haben wir wohlweislich während unserer fast 1 1/2-jährigen Suche die Klappe gehalten.

Anders als die Stadtflüchter haben wir uns entschieden, nicht “die Klappe zu halten”, sondern ganz offensiv an dieses Thema heranzugehen. Auch von Berufswegen bin ich äußerst kommunikativ, da muss auch die Hof- und Scheunen-Suche nicht geheim bleiben. Ich erhoffe mir, dass wir durch dieses “darüber sprechen” noch mehr Anregungen, Ideen und Input bekommen, der uns noch fehlt.

Aber zurück zu den Stadtflüchtern. Begeistert hat mich auch, wie sich das Bild des Hofes (in Mecklenburg-Vorpommern in einem ganz kleinen Dort gelegen) verändert hat. Neues Dach, neue Fenster, neue Tür, neue Dusche mit Schnecken-Mosaik… sieht echt klasse aus, was Ihr aus Eurem Hof gemacht habt, Respekt!

Ich wünschte mir, noch mehr solcher Berichte zu finden (Ideen? Links? – Bitte Kommentar hinterlassen!). Nicht zuletzt deshalb habe ich mich entschieden, ebenfalls über unser Projekt zu schreiben, damit Generationen von Verrückten nach uns noch mehr zu lesen haben.

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4 Antworten zu “Die Stadtflüchter begeistern und inspirieren mich”

  1. Hallo!
    Ich kann nur beipflichten: Die “Stadtflüchter” haben ein hinreißendes Blog gebaut. Wir werden als ähnlich “Verrückte” angesehen, aber allen Unkenrufen von wohl meinenden Freunden zum Trotz glauben wir, das absolut Richtige getan zu haben: Jede freie Minute auf unserer Noch-Baustelle ist Balsam für unsere geplagten Großstadtseelen.
    Herzliche Grüße aus dem wunderschönen Mecklenburg!

  2. Hallo Herr Kilian,

    ich bin, genauso wie Sie, ständig auf der Suche nach Menschen, die sich ähnliches aufbürden wie man es selbst getan hat bzw. tut.
    Mein Link ( http://www.fachwerk-suedpfalz.de )könnte Sie vielleicht auch interessieren. Ich würde mich freuen.

    Toller Blog, werde mich noch ein wenig reinlesen :),

    Grüße aus der Südpfalz,
    Darien Pfirrmann

  3. Hallo,
    verrückt und kommunikativ sind wir auch. Und unsere Webseite ist aus dem Grund entstanden, anderen mitzuteilen: Es lohnt sich – so ein Fachwerkhaus sieht nicht nur schön aus, es läßt sich auch wunderbar in ihm leben und arbeiten.
    Herzliche Grüße aus Süd-Ost Lippe von einer IGB’lerin

  4. Danke für Eure Nachrichten und Linkempfehlungen – tolle Schätzchen, nicht nur virtuell. Habe ich gerne in die Linkliste (rechts) mit aufgenommen! Schöne Grüße, Thomas#

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