Fenster im Resthof

Immer wieder stelle ich mit Bestürzung fest, wie sehr der Charme eines alten Resthofs unter dem Einbau von “modernen” Fenstern (zumeist aus Kunststoff) leidet. Damit wird ein altes “Schätzchen” einfach kaputtsaniert. Vor allem “Fenster in Aspik” (mit künstlichen Aufsätzen für die Sprossen) lassen mir die Nackenhaare aufstellen. In ein altes Fachwerk- oder Bauernhaus gehören einfach keine neumodischen Fenster rein!

Wir interessieren uns doch gerade deshalb für einen alten Resthof, weil wir den ursprünglichen Charme lieben. Dieses Gefühl, in einem Stück Geschichte zu wohnen ist etwas Großartiges. Natürlich kann man moderne Möbel integrieren, doch was die Grundgestaltung des Hauses angeht, sollte man beim Alten bleiben.

Hersteller von Fenstern für Resthöfe

Es gibt zahlreiche Hersteller für originale Fenster, zumeist aus Holz. Bei der Auswahl des richtigen Anbieters sollte man aber genau aufpassen. Viele Firmen vertreiben zwar Fenster mit Holzdekoren, aber eben keine originalgetreuen Holzfenster. Jeder Topf hat auch in dieser Hinsicht seinen Deckel.

Die Erneuerung von Fenstern lässt sich vielfältig gestalten und man sollte sich die einzelnen Möglichkeiten näher anschauen: Neue Scheiben sind günstiger als komplett neue Fenster, jedoch kommen einige Kosten beim Einbau hinzu. Eine Alternative: Repliken der alten Fenster. Dabei werden die alten Rahmenkonstruktionen der Fenster nachgebildet und mit neuwertigem Glas ausgestattet. Der alte Charme bleibt also in jedem Fall erhalten.

In jedem Fall sollten Sie in solchen Situationen eine Beratung in Anspruch nehmen. Und auch das Internet bietet wunderbare Möglichkeiten zur Recherche. Insofern werden wir uns jetzt noch etwas umschauen, bevor es dann an die Entscheidung für passende Fenster geht …

2 Kommentare zu “Fenster im Resthof”

  1. André sagt:

    Hallo,

    bin auch schon länger auf der Suche nach Fenstern für mein Fachwerkhäuschen. Leider noch nicht fündig geworden. Die Suche scheint sich wirklich kompliziert zu gestalten, heute scheint niemand mehr fähig zu sein 100 Jahre alte einfach Bauernfenster ohne Dichtungsisolierschnickschnack zu bauen.
    Haben Sie mittlerweiler etwas gefunden?

  2. Darien sagt:

    @André,

    schauen Sie doch mal bei der Tischlerei Milling in Großtreben vorbei. Ich selbst habe von Herrn Milling 11 “neue” Fenster in originalgetreuer Bauweise in meinem Fachwerkhaus eingebaut und bin begeistert. Die Internetseite haut einen zwar nicht vom Hocker, aber fachlich überzeugt die Tischlerei um so mehr.

    http://www.tischlerei-milling.de/

    Grüße,
    D. Pfirrmann

Hinterlassen Sie einen Kommentar